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Schlosshotel Hohenstein
Hohenstein 1
96482 Ahorn

Telefon:
+49 (0) 9565 - 54295-60
info@schlosshotel-hohenstein.de

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Über das Schloss Hohenstein

Im Jahre 1306 wurde erstmals eine Burg Hohenstein urkundlich erwähnt. Damals war sie im Besitz der Gräfin Jutta von Henneberg. Im Jahre 1456 wurden die Herren von Lichtenstein mit der Burg Hohenstein belehnt, die sie bis 1763 bewohnten.

 

Die mittelalterliche Anlage lag etwas östlich des heutigen Schlosses und war verhältnismäßig klein. Im Bauernkrieg 1525 wurde sie Opfer eines zerstörerischen Angriffs aufständischer Bauern. Sie brannte bis auf die Grundmauern nieder. Man verzichtete offensichtlich auf einen Wiederaufbau der alten Anlage. Stattdessen erfolgte ein völliger Neubau im Stil eines Renaissanceschlosses, der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter Michael von Lichtenstein, seines Zeichens Dompropst zu Bamberg, fertig gestellt werden konnte. Im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) erlitt Schloss Hohenstein erneut schwere Schäden, die jedoch in der Folgezeit beseitigt werden konnten.1763 erwarb Philipp Ernst Freiherr von Imhof Schloss Hohenstein. Er und seine Nachfahren verliehen ihm das heutige Aussehen. Sie legten auch einen Schlosspark an. Im Dritten Reich verkaufte die freiherrliche Familie das Schloss an die damalige Reichspost, die es als Posterholungsheim nutzte. Nach dem Zweiten Weltkrieg verpachtete es die Deutsche Bundespost als Altenheim. 1976 wechselte Schloss Hohenstein nochmals den Besitzer. Es wurde von dem Privatmann Oskar Hacker aus München käuflich erworben. Zwischen 1989 und 1996 wurde es grundlegend restauriert und zu einem Schlosshotel mit Gastronomiebetrieb ausgebaut.
 

Schloss Hohenstein präsentiert sich heute zusammen mit dem umliegenden Park als einmaliges Ensemble. Vom Grundriss her hat es die ungefähre Form eines nach Westen ziehenden spitzwinkligen Dreiecks. Der Komplex aus Gebäuden verschiedener Epochen umschließt einen unregelmäßigen Innenhof. Im Kern entspricht Schloss Hohenstein dem Neubau, der nach der Zerstörung der alten Burg im Bauernkrieg entstanden ist. Von der ersten Anlage ist lediglich ein Stumpf des quadratischen Bergfrieds an der Südostecke des Berings erhalten. Der Gesamteindruck wird jedoch durch historisierende Formen des späten 19. Jahrhunderts bestimmt.Das Hauptgebäude des Schlosses ist der so genannte Lichtensteinbau, benannt nach seinem Bauherrn Michael von Lichtenstein. Laut Inschrift über dem Eingang wurde er 1571 vollendet. Östlich schließt sich die noch gut erhaltene Wehrmauer mit Wehrgang an. Teilweise ist sie auch in den sich südlich anschließenden Neubau aus dem 19. Jahrhundert integriert. Diesem dient ein aus dem 16. Jahrhundert stammender Rundturm mit der Inschrift eines gewissen Wilhelm von Lichtenstein aus dem Jahre 1567 als Treppenturm. Daran angebaut ist die mittelalterliche Torhaus mit einem einfachen Tor, das nicht weiter durch Befestigungsanlagen geschützt ist. Die Nordwestecke des Schlosses wird von dem Herrenhaus eingenommen, das in Teilen auf das 18. Jahrhundert, in Teilen auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückgeht.
 

Vom heutigen Schlosshotel führen verschiedene Wanderwege in die landschaftlich reizvolle Umgebung. Darüber hinaus bietet das Umfeld von Schloss Hohenstein auch vielfältige andere Freizeit- und Kulturangebote.
 

 Auf dem Gelände der ehemaligen mittelalterlichen Burg steht die Schlosskapelle. Erbaut wurde sie in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Bauherr war wahrscheinlich Christoph Freiherr von Thüna, dessen Ehewappen über dem Portal prangt. Das rechteckig angelegte Gotteshaus schließt nach Osten dreiseitig ab. Über dem Dach erhebt sich ein Dachreiter. Das Innere präsentiert sich als durchgehender Raum mit schlichter Holzdecke, einer Empore im Osten und zwei Emporen im Westen. Das Schmuckstück der Kapelle ist die Kanzel mit einem prächtig geschnitzten Schalldeckel, der auf das Jahr 1688 datiert ist. Beachtung verdienen auch die reich gestalteten Grabdenkmäler, wobei das des Generals Philipp Ernst von Imhof († 1768) besonders hervorzuheben ist. Das zweite, hinter dem Altar, erinnert an Hans Helmhard Auer von Hernkirchen († 1718). Die Schlosskapelle befindet sich im Familienbesitz der vom Imhoff und kann auf Anfrage für kirchliche Trauungen beider Konfessionen und andere Festlichkeiten genutzt werden. Sie bietet ca. 80 Sitzplätze und zusätzlich ca. 60 Stehplätze.
 

Die Nord- und Ostseite des Sandsteinhügels, auf dem Schloss Hohenstein steht, ist bewaldet. Südwestlich erstreckt sich der hainartige Schlosspark aus dem 18. Jahrhundert mit mancherlei exotischen Pflanzen. Eine besondere Zierde sind die eingebauten Vasen in reinen Rokokoformen. Über einer Drachenhöhle erhebt sich ein der Antike nachempfundene Rundtempel. Er wurde im frühen 19. Jahrhundert errichtet.